ZHIWOPIS' ≃ MALEREI

 

Produktionsjahr: 2012

In seinem Manifest beschreibt Malewitsch in acht Punkten die Funktionen des
suprematistischen Spiegels. Im ersten Punkt sagt Malewitsch: «Wissenschaft und Kunst haben keine Grenze, weil etwas, das sich erkennen lässt, grenzenlos ist, unzählbar, denn Grenzenlosigkeit und Zahllosigkeit sind gleich Null.»


Malewitsch wollte nichts mehr nachmachen, nichts wiederholen, nichts
widerspiegeln, das es in der Natur gibt. Stattdessen schuf er einen suprematistischen Spiegel, wo alle Bedeutungen von Gott, Seele, Geist, Leben, Religion, Technik, Kunst, Wissenschaft, Intelligenz, Weltansichten, Werk, Bewegung, Raum und Zeit sich in Null verwandeln.

Vor diesem Spiegel stand ich fragend und spürte Widerspruch. Ich versuchte, mir ein absolutes „Nichts“ vorzustellen. Das, wo nichts und niemand, nirgendwo sich befindet, und es nie gab. Aber wenn ich es mir vorstellen kann, bedeutet es, dass das Bestehen dieses absoluten Nichts unmöglich ist, weil es jemanden gibt, der etwas als etwas beobachtet.

Deshalb habe ich entschieden durch das suprematistische Spiegel zu kämpfen, um ihn zu splittern und durchzubrechen. So bin ich mit meinen Gedanken und meiner Fantasie durch abstrakte Fläche, durch Null- Form gegangen und auf der anderen Seite der möglichen Wirklichkeit angekommen, wo ich andere neue Naturen und ihre zahlreiche Erscheinungen für mich entdeckt habe.